Wenn die Totalmischration (TMR) auf dem Futtertisch warm wird, ist das ein deutlicher Hinweis auf Nährstoffverluste und beginnenden Verderb. Um dem entgegenzuwirken, können unterschiedliche Mittel eingesetzt werden.
Reine Säuren senken den pH-Wert und hemmen dadurch das Wachstum von Mikroorganismen sowie die Nacherwärmung. Allerdings handelt es sich häufig um einseitige Lösungen, die zudem die Schmackhaftigkeit der Ration negativ beeinflussen können.
ratiocool TMR geht hier einen anderen Weg: Als Kombiprodukt bietet es ein breites Wirkungsspektrum und trägt effektiv dazu bei, unerwünschte Schadkeime zu reduzieren – ohne die Futteraufnahme zu beeinträchtigen.
ratiocool TMR auf einen Blick
- Breitbandwirkung gegen Hefen und unerwünschte Mikroorganismen
- einfache Zugabe direkt im Mischwagen
- unterstützt die Stabilität der gesamten TMR
- kann die Schmackhaftigkeit und Futteraufnahme positiv beeinflussen
- GVO-frei
- QM-Milch-konform
Warum TMR so anfällig für Nacherwärmung ist
Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff schaffen ideale Bedingungen für Hefen und andere Mikroorganismen. Genau diese Faktoren kommen in einer TMR häufig zusammen – besonders dann, wenn Wasser zugesetzt wird oder bei warmen Außentemperaturen.
Durch das Mischen gelangt zusätzlich Sauerstoff in die Ration. Dadurch können Hefen und Schimmelpilze aktiv werden und die TMR beginnt sich zu erwärmen.
Die Folgen zeigen sich schnell auf dem Futtertisch:
- sinkende Schmackhaftigkeit
- geringere Futteraufnahme
- Nährstoffverluste
- hygienische Belastungen der Ration
Besonders kritisch kann dies bei hochleistenden Kühen und Trockenstehern sein. Eine unzureichende Futteraufnahme vor der Kalbung erhöht das Risiko für Stoffwechselprobleme zum Start der Laktation.
Der Unterschied zeigt sich auf dem Futtertisch
Eine möglichst stabile und kühle TMR bleibt dagegen länger attraktiv für die Kuh. Das kann unterstützen:
- eine gleichmäßige Futteraufnahme
- stabile Milchleistungen
- ein ruhigeres Fressverhalten
- ein hygienisch stabiles Fütterungsmanagement
Vergleich der Nacherwärmung unter Praxisbedingungen
Vergleich der Temperaturentwicklung verschiedener TMR-Behandlungen unter Praxisbedingungen
Kaliumsorbat konserviert – ratiocool TMR stabilisiert
Kaliumsorbat ist ein bewährter Konservierungsstoff zur Hemmung von Hefen und Schimmelpilzen. Unter Praxisbedingungen am Futtertisch entstehen jedoch zusätzliche Herausforderungen:
- Sauerstoffeintrag
- Wärmeentwicklung
- lange Vorlagezeiten
- mikrobielle Aktivität in der Mischration
ratiocool TMR wurde speziell für diese Bedingungen entwickelt. Durch die Kombination verschiedener Komponenten unterstützt es die aerobe Stabilität der TMR während des gesamten Fütterungsprozesses.
Einzelstofflösung vs. Systemlösung
| Kaliumsorbat | ratiocool TMR | |
| Prinzip | Einzelwirkstoff | Kombinationsprodukt |
| Wirkspektrum | Begrenztes Spektrum | Breites Wirkspektrum |
| Wirkung | Lagerstabilität | Stabilisierung der Mischration |
| Dokumentationspflicht | Dokumentation erforderlich | Keine zusätzliche HACCP-Dokumentation notwendig |
| Korrosionsgefahr | Höher | Gering |
| Gesundheitsrisiko | Vergleichsweise höher | Anwenderfreundlich |
| Einfluss auf Futteraufnahme | Kann die Schmackhaftigkeit beeinträchtigen | Keine negativen Auswirkungen |
Praxisorientiert statt nur konservierend
ratiocool TMR ist keine klassische Konservierungslösung. Das Produkt wurde speziell für die Misch- und Vorlagephase entwickelt und lässt sich einfach im Mischwagen anwenden.
Die Kombination verschiedener Wirkkomponenten unterstützt die Stabilität der Mischration auch unter anspruchsvollen Bedingungen – beispielsweise bei warmem Wetter oder langen Vorlagezeiten.
Besonders interessant: Das enthaltene Propionat kann von Wiederkäuern zusätzlich als Energiequelle genutzt werden.
Der Ansatz geht damit über reine Konservierung hinaus. Ziel ist nicht nur „haltbares Futter“, sondern eine stabile, schmackhafte und gleichmäßig aufgenommene TMR.
Kurz gesagt:
Cool bleiben im Sommer ist für Kühe nicht so einfach, denn ihre Verdauung im Pansen gibt so viel Wärme ab, dass ihnen Temperaturen unter 20 °C am liebsten sind.
Die Unterversorgung der Kuh mit Energie wird größer, Milchleistung und Inhaltsstoffe gehen zurück.
Einsatzempfehlung
- 1 kg je t Futter, bei > 28 °C Außentemperatur erhöhen auf bis zu 3 kg
- ab Mitte Mai in der Trockensteherration
- ab Mitte Juni bis zum Ende des Sommers in alle Rationen
- ganzjährig beim Verfüttern von nacherwärmten Silagen

